WIR schlagen Alarm! Massiver Stellenabbau geht auch in Zukunft weiter! - Update
10.05.2010
 
Der massive Stellenabbau bei der Polizei wird auch in Zukunft weiter gehen!
 
Auch der Versuch der bisherigen Landesregierung aus CDU & FDP bis 2010 pro Jahr 1100 Neueinstellungen (sog. Einstellungsermächtigungen) vorzunehmen und somit bis zu 1100 neue Polizeikommissarinnen und-kommissare "auf die Straße" zu bringen, werden nichts daran ändern, dass ein rigoros betriebener Stellenabbau bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen vorangetrieben wird. Bereits ab 2011 ist derzeit geplant, diese Einstellungsermächtigungen wieder zurück zu fahren.
 
Aber selbst wenn nach dem 09. Mai 2010 eine andere Landesregierung diese Zahl wieder auf 1100 heraufsetzen wird, ändert es nichts an der Tatsache, dass aufgrund von Stellenstreichungen und Pensionierungen die Zahl der Polizeibeamtinnen und - beamten, die für SIE da sein sollte, weiter stark sinken wird - erst recht dann, wenn von den 1100 Einstellungen nicht alle das Studium schaffen!
 
Dies hat zur Folge, dass:
 
1. die Innere Sicherheit des Landes mehr und mehr auf's Spiel gesetzt wird,
2. der Vorschub von Privatisierung der Sicherheit gefördert wird,
3. Wartezeiten in denen SIE auf Ihre Polizei warten, sich noch mehr verlängern.

 

Personalabbau bis 2020!
Die Zahlen & Fakten!
 
 
Glauben Sie Ihren Politikern kein Wort!
 
Haben SIE am 09. Mai 2010 wirklich richtig gewählt!?

 

 

Aktuelle Berechnungen fördern es zu Tage:

 

 

Bereits in diesem Jahr sinkt die Zahl der Polizistinnen und Polizisten auf ein historisches Tief von
 
38.842! 
 
 
 
  
 
Im Jahre 2020 (günstig geschätzt - siehe Grafiken) sind es nur noch
 
34.025!
 
 
 
 
 
 
WOLLEN SIE DAS? 

 

 

 

Sie glauben es nicht? Schauen Sie in die Haushaltspläne sowie den Alterstrukturbericht des Landes Nordrhein-Westfalen!

 

WIR haben das für Sie bereits einmal gemacht. Hier das Ergebnis...

   

 

 

Personalabbau bis 2020! Klicken, um eine vergrößerte Ansicht zu laden!

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Die Grafik zeigt die Entwicklung der Personalzahlen von Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten im Verhältnis zu den Neueinstellungen und Pensionierungen bis 2020.

Dabei wurde von uns wohlwollend angenommen, dass die Zahl der Neueinstellungen (Einstellungsermächtigungen) gegen die derzeitige Planung der Politik ab 2016 wieder auf die jetzige Zahl von 1100 angehoben werden wird.

Ebenso wurden die aktuellen Zahlen aus den Haushaltsplänen des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Landesregierung berücksichtigt!

Dennoch würde dies NICHT ausreichen, den durch die Politik progressiv betriebenen Personalabbau zu stoppen!

 

ⓒ Aktion WIR! e.V.

 

 

Berücksichtigte man für die Jahre ab 2016 gleiche Einstellungszahlen wie in den Jahren 2011 bis 2015, so würde der Personalabbau noch schneller fortschreiten und die Zahl im Jahre 2020
 
 
 
 
 
 
unter 32.000
 
liegen!
  
Dies käme einem Personalabbau von fast 20% gleich!
  
  
 
 
WOLLEN SIE DAS (AUCH)?

 

 

Ihre Polizei geht bereits jetzt auf dem Zahnfleisch! -Klick-

 


 
20.05.2007

 

Der massive Stellenabbau bei der Polizei geht weiter! Wie lange wollen Sie das, liebe Bürgerinnen, liebe Bürger noch hinnehmen?
 
Schon gebetsmühlenartig verbreitet der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herr Dr. Ingo Wolf, mit der These "Mehr fahnden statt verwalten", dass mehr und mehr Polizei auf die Straße kommt und damit auch ein Mehr an Innerer Sicherheit in Nordrhein-Westfalen garantiert ist.

 

Dem ist nicht so!

 

Glauben Sie Ihren Politikern kein Wort mehr!

 

Seit der Regierungsübernahme von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen rühmt sich die FDP NRW - und insbesondere der Innenminister Dr. Ingo Wolf damit, die nordrhein-westfälischen Polizeibeamtinnen und -beamten immer mehr von Verwaltungsaufgaben zu entbinden, um damit mehr Personal für die sog. Kernaufgaben zu erhalten.

 

Durch Neuorganisation der Kreispolizeibehörden soll demnach mehr Personal für die operativen Dienste frei werden; also z.B. für den 'Streifendienst'.
In das gleiche Horn stößt ebenso der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion von Nordrhein-Westfalen, Horst Engel, der damit die vom Innenminister propagierte These als Dogma, wie ein Marktschreier weiter verbreitet.

 
Ganze 330 Beamtinnen und Beamte sollen so für diese operativen Dienste in Nordrhein-Westfalen freigesetzt werden.
Allein der Umstand mit einer solchen Zahl bei Ihnen auf Zustimmung zu hoffen, lässt nicht gerade von Zutrauen in die Intelligenz der Bürgerinnen und Bürger diese Landes seitens der Politiker erkennen.

 

Es wird jedoch systematisch verschwiegen, dass die Gesamtpersonalentwicklung der Polizei in Nordrhein-Westfalen durch den selben liberalen Innenminister, Dr. Ingo Wolf, weiter abgebaut wird - und dies in wichtigen Kernbereichen der staatlichen Aufgaben!

 

WIR berichteten bereits über die 'Lügen des Innenministers' und machten deutlich, dass vehement eine Personalabbaupolitik betrieben wird, bei der die Innere Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger Stück für Stück auf der Strecke bleibt!

 

Blicken Sie nur einmal in die Haushaltspläne des nordrhein-westfälischen Innenministeriums, so können Sie im Kapitel 03 110 (Polizeibehörden und -einrichtungen des Landes NRW) feststellen, wie der Personalkörper der Polizei Nordrhein-Westfalen jedes Jahr schrumpft.


 
Konkret geht es dort (S. 6 ff) im Jahr 2007 (z.B. um die folg. Zahlen:
 
   
Im Jahr 2006 sinkt die Zahl der PVB bereits auf: 38.407!
   
Im Jahr 2007 wird diese Zahl weiter sinken auf: 38.183!
  
Das ist ein weiteres Minus von:
224 Stellen!

 

 
 
Dies ist lediglich der Vergleich von zwei aufeinander folgenden Jahren!
 
Seit 2004 sieht es noch dramatischer aus. Seit Wechsel der Landesregierung wurden 880 Stellen bei der Polizei abgebaut!
 
Dass der Personalabbau bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen bereits von den unterschiedlichsten Landesregierungen seit nunmehr zehn Jahren betrieben wird, wird dabei immer wieder verschwiegen.
 
Der Stellenabbau geht dabei in die Tausende!
 
Beim Thema "Innere Sicherheit" zieht auch nicht das viel zitierte Argument, die Vorgängerregierung/en hätten diese Entwicklung zu verantworten!

Hinzu kommt, dass der derzeitige Innenminister allein 571 gestrichene Planstellen zusätzlich zu verantworten hat.

Es bedeutet, sofern die o. g. 'freigesetzten' 330 Beamtinnen und Beamten auch tatsächlich zukünftig für die 'operativen Dienste' zur Verfügung stehen, wovon noch nicht auszugehen ist, da es zu diesen Berechnungen keine validen Daten gibt, dass suma sumarum sogar Beamtinnen und Beamte fehlen, die für ein Mehr an Sicherheit auf den nordrhein-wesfälischen Straßen arbeiten könnten!
Damit werden die von Innenminister Wolf genannten 330, die als 'Werbung für mehr Sicherheit' durch die Politik zitiert werden, ad absurdum geführt!
 
Berücksichtigt man zudem, zunehmende Probleme

- durch Überalterung der Polizei,
- die zunehmende Qualität und Quantität der Gewaltdelikte,
- die generelle Zunahme von Gewaltstraftaten (auch wenn die PKS geschönt von einem Rückgang von insg. 1,4% spricht, u. a. weil best. Delikte nicht mehr erfasst werden) in Nordrhein-Westfalen sowie
- die veraltete und seit Jahren dringend zu modernisierende Technik,
 
so ist ein auch noch so geringer Personalabbau bei der Polizei nicht mehr vertretbar!

 

Die vom Innenminister Dr. Ingo Wolf und seinem innenpolitischen Sprecher Horst Engel immer wieder propagierte Sicherheit bedeutet also de facto Schönrederei und Augenwischerei, um sich in der Öffentlichkeit mit angeblich hervorragend geleisteter Arbeit zu rühmen.

 

Wohl dem Land, das eine leistungs- und zukunftsfähige Polizei hat.
 
Das ist aber nicht Nordrhein-Westfalen!
 
Aktion WIR! e.V.

 


 

Lesen Sie hier Weiteres zum Thema:

 


Auch die NRZ meldet sich zu diesem Thema zu Wort - Stellenabbau

Immer mehr osteuropäische Banden - Express
 

Artikel zur Altersstruktur

 

Artikel 'Die Lügen des Innenministeriums'

 


 
Quellen:

 

Haushaltsplan 2000 - Titel 03 110 Innenministerium NRW - Polizeibehörden und Polizeieinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen

  
Haushaltsplan 2005 - Titel 03 110 Innenministerium NRW - Polizeibehörden und Polizeieinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Haushaltsplan 2006 - Titel 03 110 Innenministerium NRW - Polizeibehörden und Polizeieinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen

 
Haushaltsplan 2007 - Titel 03 110 Innenministerium NRW - Polizeibehörden und Polizeieinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Haushaltsplan 2008 - Titel 03 110 Innenministerium NRW - Polizeibehörden und Polizeieinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Haushaltsplan 2009/2010 - Titel 03 110 Innenministerium NRW - Polizeibehörden und Polizeieinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Übersicht über die Haushaltspläne 1998 bis heute

 

Alterstrukturbericht der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen