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| Protestschwein Ingolf |
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Die Aktion WIR! e.V. ist Pate eines sog. Husumer Protestschweins des Dortmunder Zoos Gezüchtet wurde das Tier Anfang des 20. Jahrhunderts, als es den in Nordfriesland lebenden Dänen verboten wurde, die dänische Nationalflagge (der sog. Dannebrog - weißes skandinavisches Kreuz auf rotem Grund) zu hissen.
Das rot gefärbte Tier mit seinem breiten weißen Querstreifen und dem Ansatz eines weißen Längsstreifens hat Ähnlichkeit mit den Farben der dänischen Nationalflagge.
Das Schwein wird etwa 92 cm hoch und wiegt maximal 350 kg. Ursprungsrassen sind, so wird vermutet, das schwarzweißgescheckte holsteinische und jütländische Marschschwein, das englische Tamworth-Schwein und die rotbunte Aufspaltungen des Angler Sattelschweins.
Im Jahre 1954 wurde das Protestschwein offiziell als Rasse anerkannt.
Neben dem Dortmunder Zoo werden ebenso Zuchtbestände u. a. im Zoo Gelsenkirchen und im Zoo Hannover gehalten. Heute leben weltweit noch ungefähr 150 Exemplare. Das Bundesland Schleswig-Holstein fördert den Erhalt der Rasse.
Die Patenschaft wurde offiziell am 11.11.2006 unter Beisein von Medienvertretern im Dortmunder Zoo bekannt gegeben.
Die Aktion WIR! erhielt hierzu eine Patenschaftsurkunde.
Die Aktion WIR! hat sich das Protestschwein als Patentier ausgesucht, um damit ein weiteres Zeichen für den Ausdruck ihrer hier nachzulesenden Ziele zu setzen und damit zu erklären, dass die Grenzen des Zumutbaren bei der desolaten materiellen Ausstattung der Polizei, bei der zunehmenden Vergreisung und der damit verbundenen Gefährdung der Inneren Sicherheit sowie bei den Einkommenseinbußen der Beschäftigten der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen erreicht sind.
Ingolf hat sich in den ersten beiden Monaten gut eingelebt. Er kennt sein Terrain nun in und auswendig, weiß wen er zwicken kann ohne Repressalien befürchten zu müssen - fast das ganze Rudel - vor allem die, die seiner Meinung sind.
Ein paar Probleme gibt es lediglich mit ein paar Oppositionellen. Doch das kratzt Ingolf nicht allzu sehr. Das sitzt er locker aus. Er besitzt eine geradezu göttliche Ignoranz. Man möchte meinen, die Ähnlichkeit zu lebenden Personen ist hier rein zufällig. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Da Ingolf gut im Futter steht und auch immer der erste am Futtertrog ist, braucht er sich um die Versorgung und seine Zukunft keine großen Sorgen machen - und selbst wenn er denkt, es sei zu wenig da, dann grunzt er einfach einmal kräftig durchs Gehege und schon bekommt er ab dem nächsten Tag einfach ein Schüsselchen mehr Futter.
Nein, im Ernst, unserem Maskottchen geht es saugut!
Grüße von Ingolf am 31.12.2007
Einer der Pfleger hat mir aber vor kurzem verraten, dass nicht überall gleich gespart wird. Denn die Leittiere aus dem Wolfsgehege haben durchgesetzt, dass sie ab sofort mehr Futter erhalten - so wie letztes Jahr auch schon! Nicht, dass die Pfleger ihnen mehr Futter gegeben hätten, nein, die Wölfe haben es sich einfach genommen. Keiner der Zoowärter hat wohl den Mut gehabt, sich dagegen zu wehren. Das ist wohl der von Natur gegebene Vorteil, wenn man Reißzähne hat und zähnefletschend sein Revier und seine Ansprüche verteidigen kann.
Der Pfleger erzählte mir dann noch, dass ich eigentlich ab Jahresbeginn ebenfalls mehr Futter bekommen sollte. Da die Wölfe aber so viel für sich selber beanspruchen würden, wäre das Budget des Zoos verbraucht und ich müsse wohl noch ein halbes Jahr warten, bis man mir ein ganz klein wenig mehr Futter geben könne. Hier gibt es nun erste zaghafte Versuche der meisten anderen Tiere, gemeinsam gegen die Wölfe aufzubegehren. Aber das scheint nicht ganz so einfach zu sein. Denn bisher hatte jede Tiergattung ihr eigenes Gehege, in dem sie sich ungestört tummeln und es gegen andere Tiere verteidigen durfte. Und nun soll auf einmal alles ganz anders werden? Aber noch bin ich ganz zuversichtlich, dass immer mehr Tiere ihre Zäune und Gatter einreißen und dass möglichst viele dieser Tiere vereint protestierend zum Wolfsgehege ziehen. Vielleicht schaffen WIR es eines Tages sogar, die Wölfe aus ihrem Revier zu treiben? Verdient hätten sie es, denn sie haben es wahrlich übertrieben.
Also, liebe Leute von der Aktion WIR. Legt euch nicht zurück, sondern regt euch und helft den anderen Tieren und mir, dass es uns wieder besser und den Wölfen an den Kragen geht.
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