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 Betreff des Beitrags: Hoher Krankenstand bei den Polizeibeamten in NRW
BeitragVerfasst: 28.05.2009, 16:30 
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Registriert: 20.03.2009, 18:24
Beiträge: 37
So langsam macht sich die zunehmende Überalterung und Überbelastung vieler Polizeibeamter in NRW immer drastischer bemerkbar. Die Zahl der Dauerkranken und die Gesamtzahl der Fehltage aufgrund zunehmender Erkrankungen steigt deutlich an.

Siehe hierzu http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/ ... dert.jhtml

Jeder einzelne Kollege im Streifendienst weiß mittlerweile selbst, wie viele Polizeibeamte der Dienstgruppe oftmals aufgrund massiver gesundheitlicher Probleme fehlen. Und dies nicht aufgrund der Tatsache, dass sie nicht mehr wollen, sondern weil sie einfach nicht mehr können.

Bei der immer geringeren Gesamtzahl der Kollegen auf der Straße bedeutet dies, dass die erforderlichen Dienststärken, wenn man die Urlauber und Abgeordneten abzieht, kaum noch zu halten sind.

Die Folgen sind Dienstfreisperren, Vertretungen auf anderen Dienstgruppen und eine erhebliche körperliche und psychische Mehrbelastung der noch im Dienst befindlichen Kollegen. Die Leiter einiger Polizeibehörden beabsichtigen bereits, aus der Not heraus die altbewährten Dienstgruppen gegen den Willen der betroffenen Kollegen aufzulösen und eine "Pool-Lösung" einzuführen, da diese von unserem Innenministerium "zum Wohle aller Polizeibeamten als beste Lösung in deren Sinne" angesehen wird.

So werden wir zum Selbstbedienungsladen unseres Dienstherrn, sprich zur reinen "Manöveriermasse".

Das Motto lautet dann nur noch "für den Dienstherrn jederzeit verfügbar, für die eigene Familie nicht mehr zu erreichen"!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoher Krankenstand bei den Polizeibeamten in NRW
BeitragVerfasst: 28.05.2009, 17:35 
Tommy hat geschrieben:

So werden wir zum Selbstbedienungsladen unseres Dienstherrn, sprich zur reinen "Manöveriermasse".

Das Motto lautet dann nur noch "für den Dienstherrn jederzeit verfügbar, für die eigene Familie nicht mehr zu erreichen"!!!


Tja .... selbst Schuld, wer sich das vom Dienstherrn noch (ungestraft) bieten lässt.

Meine Gesundheit und meine Familie stehen mittlerweile bei mir unangefochten auf Platz 1 .... ganz weit hinten kommt der Dienst.

Und wenn mein Dienstherr meint, er müsse mich dann vielleicht noch blöd anlabern, werde ich die Angelegenheit in Richtung "Mobbing" mal schriftlich fixieren und schauen, was dann andere dazu sagen.

Beim Thema "Mobbing" hat sich mittlerweile ja einiges geändert ... da sieht der ein oder andere "Chef" dann schon mal sehr fix sehr blass aus .... man meint ja in diesen Etagen, man sei "unantastbar" und der "kleine Beamte" eh nur Verfügungsmasse.

Das es gesetzliche Pflichten gibt, hat man dort schon sehr erfolgreich verdrängt .... so schauen viele Vorgesetzte schon recht fragend, wenn man sie auf die Fürsorgepflicht des Vorgesetzten anspricht ... und sind sehr erstaunt, dass da von einer "Pflicht" die Rede ist.

Aber egal ..... ich hab´mich umgestellt ... es sollten viel mehr Kolleginnen/Kollegen tun und das Kartenhaus bricht in sich zusammen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoher Krankenstand bei den Polizeibeamten in NRW
BeitragVerfasst: 08.04.2010, 13:41 
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Registriert: 26.08.2006, 19:39
Beiträge: 1131
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Leider ist es ja so, dass nach fast einem Jahr das Kartenhaus immer noch nicht zusammengebrochen ist?!

Woran liegt das?

Gibt es doch immer noch zu viele Idealisten bei der Polizei? Ist die Schmerzgrenze für die Majorität immer noch nicht erreicht?

_________________
Gruß

Godlike

Nicht das Volk sollte Angst vor der Regierung haben, sondern die Regierung Angst vor dem Volk!
Aber, dazu muss man erst einmal aufstehen, um sich widersetzen zu können!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoher Krankenstand bei den Polizeibeamten in NRW
BeitragVerfasst: 08.04.2010, 15:54 
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Registriert: 20.03.2009, 18:24
Beiträge: 37
Das Kartenhaus bröckelt. Es wurden zwischenzeitlich wieder einige Kollegen "PDU" geschrieben. Ob dies jedoch als Erfolg, bzw. Wende zum Guten betrachtet werden kann, wage ich zu bezweifeln. Die Frage ist, ob es wünschenswert ist, dass das Kartenhaus für einen solch hohen Preis zusammenbricht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoher Krankenstand bei den Polizeibeamten in NRW
BeitragVerfasst: 08.04.2010, 15:59 
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Registriert: 20.03.2009, 18:24
Beiträge: 37
Ach ja, hätte ich fast vergessen. Im letzten Jahr hatten in unserer Behörde drei Kollegen in meinem Alter einen Herzinfarkt bzw. einen Schlaganfall und einer seinen dritten Hörsturz. Noch Fragen???


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoher Krankenstand bei den Polizeibeamten in NRW
BeitragVerfasst: 08.04.2010, 23:06 
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Registriert: 26.08.2006, 12:40
Beiträge: 344
Wohnort: Geldern
@Tommy:

keine Fragen.

Ich fürchte nur, so lange es eine Jugend gibt, der noch nicht oft genug in den Hintern getreten wurde, gibt es auch immer einen begeisterten Notnagel, an dem man doch noch alles aufhängen kann.

Die denken ja, die sind die Helden, weil sie auf einmal (auch durch den Ausfall älterer Semester) echt wichtig sind.
Das sie einfach nur aus- und abgenutzt werden, ist ihnen nicht zu verclickern, schade eigentlich.

Gruß
Mikkes

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There is allways a bigger fish!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoher Krankenstand bei den Polizeibeamten in NRW
BeitragVerfasst: 09.04.2010, 09:16 
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Registriert: 26.08.2006, 19:39
Beiträge: 1131
Wohnort: Brühl
Die "Jungen", die nachrücken sind ja auch wichtig, so ist es ja nicht.

Nur sollte ihnen klar sein, dass auch sie nicht alles auffangen werden/sollen.

Irgendwo sind diejenigen, die "Nägel mit Köpfen machen", nämlich wenn sie krank sind auch Zuhause bleiben (als Beispiel) noch die Minderheit.

Mehrere entsprechende Berichte besagen es doch: 'Unsere Polizie ist krank'.

_________________
Gruß

Godlike

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